Sonntag, 8. Dezember 2013

Guilin & Xingping

Nach Hong Kong reisten wir mit einem Nachtzug nach Guilin in der Provinz Guangxi. Die ca. 14-stuendige Reise in einem "Soft-Sleeper-Zugabteil" war ganz ok - bis auf die zwei schnarchenden Kollegen, mit welchen wir unser Abteil teilten. Der eine der beiden war ein pensionierter Hongkongnese, der seine Pension mit Reisen durch China verbringt.


 
In Guilin angekommen checkten wir in unserem Hostel ein und verbrachten den anschliessenden Nachmittag mit einer Erkundungstour durch Guilin. Guilin ist fuer chinesische Verhaeltnisse eine eher kleinere Stadt mit ca. 4.5 Mio. Einwohnern. Die Stadt liegt direkt am Li Fluss und ist umgeben von wunderschoenen Karstbergen.
Am naechsten Tag unternahmen wir eine Wanderung durch einen Naturpark bei Guilin. Am Abend genossen wir mit einem lokalen Bierchen den Sonnenuntergang auf der Tachterrasse unseres Hostels.


 

Am naechsten Tag ging unsere Reise weiter nach Xingping. Per Bus fuhren wir in ca. 2 Stunden von Guilin ueber Yangshuo nach Xingping. Beim Zwischenstopp in Yangshuo mussten wir den Bus wechseln. Zu unserer Verwunderung wurden wir aber nicht bei einer Bushaltestelle ausgeladen, sondern mitten auf einer Strasse ohne Bushalteschild weit und breit. Nachdem wir 3 vorbei fahrende Busse vergebens angehalten hatten, kam der richtige Bus nach Xingping doch noch vorbei und fuhr uns endlich an unser Ziel.
Xingping ist ein sehr kleines, ca. 1750 Jahre altes Fischerdoerfchen direkt am Li Fluss und umgeben von Karstbergen. Die Umgebung ist so wunderschoen, dass wir beschlossen haben hier fuer 6 Naechte zu bleiben. Wir haben im This Old Place Hostel eingecheckt und ein Zimmer mit Fluss-Blick erhalten - das Hostel ist aufgrund seiner Lage und der Freundlichkeit der Betreiber definitiv weiterzuempfehlen.
Waehrend unseres Aufenthaltes in Xingping konnten wir wunderschoene Wanderungen entlang des Li Flusses und im Landesinneren durch (und teilweise auf) die Karstberge unternehmen. An einem Tag haben wir uns zwei Mountainbikes gemietet und haben so die Umgebung erkundet. Ausserdem konnten wir hier sehr viele andere Reisenden aus Argentinien, Frankreich, Deutschland, Portugal und auch der Schweiz kennen lernen. Ausserdem lernten wir einen alleinreisenden, pensionierten Oesterreicher kennen, welcher uns einige interessante Geschichten ueber seine Reisen nach China in den 80er-Jahren erzaehlen konnte.






















Nach der wunderschoenen Zeit in Xingping machten wir noch einmal einen kurzen Halt in Guilin und reisten danach weiter nach Nanning - unserer Zwischenstation fuer die Weiterreise nach Vietnam.

Samstag, 7. Dezember 2013

Hong Kong

Hallo zaeme

Zwischenzeitlich sind wir aus China ausgereist und im lebhaften Hanoi angekommen. Bevor wir euch jedoch ueber Vietnam berichten, haben wir im letzten Teil unserer Chinareise noch einiges erlebt, das wir mit euch teilen wollen.

In nur zwei Stunden brausten wir mit dem Hochgeschwindigkeitszug von Guangzhou nach Hong Kong. Auch die Weiterreise zum Hotel war hoechst angenehm: kein Gedraenge in der Metro (ja die Hongkongnesen lassen dich zuerst aussteigen, bevor eingestiegen wird) und Strassenschilder, die wir lesen konnten.

Unseren ersten Abend verbrachten wir im beliebten Ausgangsviertel 'Lam Kwai Fong' auf Hong Kong Island. Hier gibt es Getraenke zu westlichen Preisen, massenhaft Touristen und Servicepersonal, das hervorragend Englisch spricht (aber kein Chinesisch - weder Mandarin noch Kantonesisch).

Am naechsten Tag ging es mit dem Peak Tram (Zahnradbahn) rauf auf Hongkongs bekanntesten Berg Victoria Peak. Vom Gipfel aus hat man einen wunderschoenen Ausblick auf Hong Kong Island, Kowloon, und New Territories.


In den naechsten Tagen war ich dann alleine unterwegs. Jan durfte Hong Kong leider nur vom Bett aus erleben. Nach einem kurzen Besuch in Hongkongs St. Paul Spital lautete die Diagnose auf Entzuendung des Darms aufgrund schlechten Essens.... (geht man ein Mal thailaendisch essen anstatt chinesisch...). 

In Ngong Ping auf Hongkongs groesster Insel Lantau bestaunte ich den Big Buddha (die weltweit groesste sitzende Buddha-Statue) und suchte meine Erleuchtung auf dem 'Wisdom Path'. Umgeben von zahlreichen 10 Meter hohen Holzpfloecken mit Kalligraphie versehen, war das schon recht beeindruckend.


In Stanley besuchte ich den lebhaften Markt und nahm mir am leeren Sandstrand eine Auszeit von der Menschenmenge und dem Verkehrslaerm.


Am letzten Tag unseres Hong Kong Aufenhaltes ging es Jan sichtlich besser und wir fuhren mit der Star Ferry rueber zu Tsim Sui Wan - Kowloon. Auf der Avenue of Stars - Hongkongs Antwort auf Hollywoods Walk of Fame - entdeckte ich einige mir bekannte Namen aus meinen lieblings Hongkong Serien.



Montag, 18. November 2013

Guangzhou

Mit dem Hochgeschwindigkeitszug brausten wir mit gut 300 km/h von Wuhan nach Guangzhou. Guangzhou ist vielen eher unter dem westlichen Namen Kanton / Canton bekannt. Die Stadt mit ihren gut 11 Mio. Einwohnern liegt etwa 120 Kilometer nördlich von HongKong.

Um etwas in der Stadt anzukommen besuchten wir an unserem ersten Tag als erstes den Guangzhou Orchid Garden und danach das Mausoleum des Nanyue King, welcher ca. 100 Jahre vor Christus lebte und dessen Grab erst 1983 mitten in Guangzhou entdeckt wurde. Am späteren Nachmittag besichtigten wir Downtown mit seinen Wolkenkratzern und dem herausragenden Canton-Tower.









In den nächsten Tagen unseres Aufenthaltes in Guangzhou regnete es leider oft. So verbrachten wir unsere Zeit mit etwas Shoppen, Kaffee trinken, Bücher lesen und Tischtennis spielen (in der hoteleigenen Tischtennisanlage). Ausserdem erkundeten wir (bei etwas besserem Wetter) die Insel Shamian, auf welcher auch unser Hotel gelegen war. Die Insel wurde 1859 in zwei Kolonien aufgeteilt und gehörte von da an bis 1949 Frankreich und Grossbritannien und ist somit auch heute noch stark von dieser Zeit geprägt.




An unserem letzten vollen Tag in Guangzhou machten wir einen Ausflug zum Lotus Hill - ca. 2 Stunden fahrt mit Metro und Bus. Der Nationalpark mit verschiedenen Felsen, Seen und Tempeln war glücklicherweise sehr verlassen und wir hatten einen sehr entspannten Aufenthalt.






Unseren Aufenthalt in Guangzhou schliessten wir an unserem letzten Abend mit einer Schiffsfahrt auf dem Pearl River ab, wo wir unter anderem noch einmal den Canton-Tower bestaunen konnten.



Samstag, 16. November 2013

Wuhan & Wudang Shan

Nach einer 6-stuendigen Zugfahrt erreichten wir unser naechstes Reiseziel: Wuhan. Die Stadt mit ca. 4 Mio. Einwohnern liegt im Landesinnern von China, etwa auf der gleichen Hoehe wie Shanghai. Nach unserer Ankunft im Hotel machten wir uns auf den Weg in das Stadtzentrum. Nach einem eher durchschnittlichen Abendessen besuchten wir die Soho-Bar. Eine gemuetliche Bar mit DJ und diversen Auftritten von oertlichen Saengern und Saengerinnen. Waehrend wir an der Bar gemuetlich unser Bier geniessten und uns mit einem Wuerfelspiel amuesierten, lernten wir eine Gruppe von ansaessigen Geschaeftsmaennern kennen, die aber leider nur Mandarin sprachen. Iris konnte sich aber trotzdem ziemlich gut mit ihnen unterhalten. Spaeter kam auch noch John, der Englisch sprechende Chef der Gruppe, vorbei. Nach langen Gespraechen ueber China und die Schweiz fragte uns John, ob er uns am naechsten Tag den naheliegenden Mulan-Berg zeigen soll. Zuerst zoegerten wir noch etwas, willigten aber schlussendlich ein. 
Am naechsten Morgen holte uns John um 10 Uhr mit seinem Chauffeur von Hotel ab. Nach einem kurzen Stop bei der Steuerbehoerde von Wuhan (dem Arbeitgeber von John) machten wir uns mit 4 Mitarbeiter/-innen von John auf den Weg zum Mulan-Berg. Bevor wir diesen erreichten wurden wir aber noch zu einem ueppigen Mittagessen eingeladen inkl. vielen angebotenen Zigaretten und einer Flasche 50%-igem Cognac - also lieber nicht mit Gan Bei anstossen!






Nach dem wunderschoenen Besuch auf dem Mulan-Berg chauffierte uns der Chauffeur von John sogar noch zum Kranich-Turm, dem Wahrzeichen der Stadt Wuhan.



Am naechsten Tag reisten wir mit dem Zug nach Wudang Shan. Der Legende nach der Geburtsort des Tai-Chi. Die 6,5-stuendige Zugreise war etwas urspruenglicher und somit unbequemer als die vergangenen, da wir mit einem Billigzug reisten. Am naechsten Tag wanderten wir ueber eine 4km-Route auf den Wudang Shan. Die Wanderroute bestand eigentlich nur aus Treppen - wir gehen von ca.  2'500 aus. Leider war der ganze Berg voellig vernebelt und so hatten wir auch von der Bergspitze ueberhaupt keine Aussicht - diese waere gemaess Lonely Planet "atemberaubend" gewesen. Naja.. Immerhin verleihte der Nebel der ganzen Wanderung etwas mystisches und der Ausflug hatte sich definitiv trotzdem gelohnt.